MS Hamburg  - The Great Lakes

(von Sylvia Hermsdorf, im Oktober 2018)

Große Seen, große Erlebnisse

Kreuzfahrt mit der MS Hamburg auf den Great Lakes.

Mit 13 weiteren Reiseprofis flog ich im Oktober 2018 nach Kanada. Dort starteten wir die Kreuzfahrt an Bord der Hamburg auf den Great Lakes. Was ich alles auf der Tour erlebt habe, lesen Sie hier!

Eine Reise auf den Great Lakes zum Indian Summer - davon träumen sicher viele Reisebüromitarbeiter, die ein Faible für Kreuzfahrten, schöne Landschaften und quirligen Städteurlaub haben. Darum konnte ich mein Glück kaum fassen, als die Zusage von der Willy Scharnow Stiftung kam, dass ich bei dieser tollen Studienreise dabei sein würde!

Schon bei dem ersten Aufeinandertreffen mit der 14-köpfigen Gruppe am Frankfurter Flughafen war mir klar, dass diese Reise ein großer Gewinn für mich sein würde. Sofort stellte sich heraus, dass meine Mitreisenden genauso engagiert im Berufsleben standen wie ich und es entwickelten sich von Anfang an sehr bereichernde und informative Gespräche miteinander.

Nach unserem Flug mit United Airlines über Washington nach Ottawa konnten wir sofort im Hotel einchecken und uns für den ersten prall gefüllten Tag in Kanada ausschlafen. Uns erwartete neben einer informativen Stadtrundfahrt auch ein Besuch im Canadian Museum of History. Am Nachmittag stand dann eine Zugfahrt nach Montreal an, wo wir an Bord der Hamburg erwartet wurden.

Wie für uns gemacht war der erste Kreuzfahrttag ein reiner Seetag. Somit konnten wir uns, während wir den St.-Lorenz-Strom befuhren, prima an Bord der Hamburg orientieren und wurden von Frau Jennifer Taplik ganz nebenbei noch über die Produkte von Plantours Kreuzfahrten informiert.

Nachdem ich am Folgetag die Stadt Kingston auf eigene Faust erlaufen habe, stand am dritten Tag der Kreuzfahrt mein persönliches Highlight auf dem Programm: der Besuch der Niagara-Fälle! Es war ein einmaliges Erlebnis, an Bord der legendären Hornblower die Naturgewalt der Fälle aus nächster Nähe zu erleben. Trotz der zur Verfügung gestellten Regencapes wird man in der Nähe der rauschenden Wasserfälle ganz schön nass! Es fühlte sich an wie ein tosendes Unwetter und hat trotzdem riesen Spaß gemacht! Dieses Erlebnis wird mir sicher unvergessen bleiben. Auch die Umgebung entlang des Niagara Parkway ist absolut sehenswert und auf jeden Fall einen ausführlichen Besuch wert.

Am nächsten Tag stand mit Cleveland die erste US-amerikanische Stadt auf dem Programm. Das Fremdenverkehrsamt Destination Cleveland erwartete uns mit einem bunten Tagesprogramm. Besonders ist mir die Fahrt mit dem urigen "Lolly the Trolley"-Bus in Erinnerung geblieben. Bei schönstem Sonnenschein und über 25°C konnten wir so bequem die überschaubare Innenstadt erfahren.

Von Brauereien und Motorrädern

Nachdem wir einen ersten Überblick hatten, erreichten wir die Rock&Roll Hall of Fame, die sich mir als absolut sehenswert ins Gedächtnis gebrannt hat. Auf sieben Stockwerken hat der Besucher die Möglichkeit, die größten Erfolgsgeschichten und Stars der Rockwelt hautnah zu erleben. Diverse Exponate, Videos, Konzertmitschnitte und Interviews lassen die Zeit in dieser modernen Ausstellung wie im Fluge vergehen.

Der Höhepunkt der Ausstellung war für mich das zwölfminütige Konzert im Connor Theater. Der Konzertzusammenschnitt diverser Rock`n Roll-Größen inklusive sattem Sound und professioneller Lightshows nimmt einen unmittelbar gefangen und begeistert garantiert nicht nur Rock Fans!

Weiter ging unsere Fahrt mit der Hamburg über den Lake Erie zur Autostadt Detroit. Hier hat uns unser halbtägiger Ausflug u.a. zur Geburtsstätte des Plattenlabels Motown Records geführt. Zwar konnte die Ausstellung im ursprünglichen Hauptsitz des Plattenlabels, Hitsville, nicht mit der modernen Aufmachung des Rock Museums mithalten, jedoch hatten unter anderem die liebevolle Präsentation vieler Schwarz-Weiß-Fotografien und der originalgetreu erhaltene Aufnahmeraum im Keller des Hauses durchaus seinen Charme.

Hatte ich in den ersten Tagen der Reise (nicht zuletzt wegen der zahlreichen zu durchquerenden Schleusen!) eher den Eindruck, an einer Flussfahrt teilzunehmen, ging es nun auf dem Lake Huron sozusagen hinaus aufs offene Meer. Das umschlagende Wetter ließen es auf dem 332 mal 245 Kilometer großen See auch mal etwas schaukelig werden.

Unser nächstes Ziel war Machinac Island in Michigan. Die Acht-Meilen-Tour mit dem Fahrrad rund um die Insel offenbarte trotz Schmuddelwetters ihre Schönheit. Prächtige Villen aus dem 19. Jahrhundert, eine quirlige Einkaufsstraße und eine wundervolle Natur ergeben hier eine großartige Mischung!

Nach Beschaulichkeit und Naturerlebnis erwartete uns die Stadt Milwaukee. Berühmt ist "Deutsch-Athen" nicht zuletzt für seine zahlreichen Brauereien. Mit Sicherheit findet hier jeder bei einer der angebotenen Brauereiführungen seinen Bierfavoriten. Ein noch größerer Besuchermagnet ist aber bestimmt das Harley-Davidson-Museum.

Vor der Abreise noch nach Chicago

Mit Chicago erwartete uns am Abreisetag eine weitere spannende Metropole. Unser Guide schaffte es in der Kürze der Zeit bis zum Abflug, uns die wichtigsten Sehenswürdigkeiten zu zeigen und die Gruppe von der drittgrößten Stadt der USA zu begeistern. Definitiv einen weiteren Besuch wert!

Neben all den neuen Eindrücken, die ich während unserer Studienreise sammeln konnte, bleibt die Hamburg selbst doch das Besondere daran. Dieses kleine, nur 400 Gäste fassende Schiff hat mich mit seiner familiären Atmosphäre, dem herzlichen Personal, der gemütlichen Raumgestaltung und der sehr guten Küche absolut überzeugt. Gerade Gäste, die keinen Wert auf große Shows und Animation legen, dafür aber die Vorteile eines kleinen, unaufgeregten, deutschsprachigen Schiffes beispielsweise bei der Auswahl der Häfen zu schätzen wissen, ist die Hamburg ein echtes Juwel.



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